Weltautismustag am 2. April
Not invisible – nicht unsichtbar
lautet das internationale Motto von Autism Europe zum Weltautismustag 2026.
Noch immer erfahren Menschen im Autismus-Spektrum Ausgrenzung und Unverständnis. Ihr Autismus und ihre Bedarfe werden nicht wahrgenommen, in allen Lebensbereichen stoßen sie auf unsichtbare Barrieren und sind mit eklatanten Lücken in der Versorgung konfrontiert.
Der Weltautismustag macht jedes Jahr am 2. April auf die Situation und die Rechte von Autisten aufmerksam.
Autismus Rhein-Main e.V. macht in diesem Jahr insbesondere auf die strukturellen Defizite und blinde Flecken in der psychiatrischen Versorgung von Menschen im Autismus-Spektrum aufmerksam. Unsere Pressemitteilung können Sie hier lesen: Link zur Pressemitteilung.
Willkommen bei Autismus Rhein-Main e.V.
Autismus Rhein-Main e.V. wurde als Selbsthilfe-Verein von Eltern autistischer Kinder in Frankfurt gegründet und begleitet inzwischen seit 50 Jahren Menschen im Autismus-Spektrum und ihre Angehörigen.
Unser Ziel ist es, Menschen zu verbinden und durch Erfahrungs- und Informationsaustausch zu stärken. Wir bieten eine Anlaufstelle für Fragen, die sich mit der Diagnose "Autismus" oder dem Verdacht darauf ergeben. Gemeinsam möchten wir in unserer Region Barrieren abbauen und Netzwerke aufbauen. Dabei treten wir ein für eine gleichberechtigte Teilhabe autistischer Menschen in allen Lebensbereichen.
Unser Angebot
Teilnehmen, mitmachen, selbst gestalten
Aktuelles
Was uns bewegt. Was wir bewegen.
Weltautismustag 2026
Pressemitteilung zum Weltautismustag 2026: Autismus Rhein-Main e.V. weist auf strukturelle Defizite in der psychiatrischen Versorgung hin
Autistische Profi-Fußballerinnen
Es ist Frauen-Fußball-EM! Mit dabei gleich zwei Fußballerinnen, die offen zu ihrem Autismus stehen, von den Nationalmannschaften England und Wales.
Information Heilmittelbedarf
Mitgliederinformation zum langfristigen Heilmittelbedarf / besonderen Verordnungsbedarf Ergotherapie (Stand Mai 2025)
Was ist Autismus?
Die Welt mit anderen Augen sehen
Der zweijährige Max bekommt beim Einkauf am Marktstand immer Oliven geschenkt – drei Stück, auf einen Zahnstocher aufgespießt. Er freut sich, als er auch diesmal gefragt wird, ob er Oliven möchte. Diesmal jedoch ist es eine andere Verkäuferin, die ihm ein Stäbchen mit über den Tresen reicht – mit zwei Oliven. Von der Reaktion ist sie erschreckt: Max ist völlig außer sich, weint, schreit laut und schwer verständlich, wirft sich zu Boden und ist überhaupt nicht zu beruhigen. „Was ist denn los, was sagt er?“ fragt die Verkäuferin etwas hilflos die Mutter. „Drei“, übersetzt die Mutter mit leicht rotem Kopf und erklärt: „er hat sonst immer drei Oliven bekommen.“ „Ach so“, sagt die Verkäuferin erleichtert, und reicht einen weiteren Zahnstocher mit noch einmal zwei Oliven herüber. Jetzt hat er sogar vier, das muss doch helfen! Aber nein, der Junge ist völlig verzweifelt und schreit sogar noch lauter. Schließlich steckt die Mutter eine der Oliven um und reicht ihrem Sohn ein Stäbchen mit exakt drei Oliven. Nun beruhigt er sich endlich.
Ob Oliven, ein neuer Lehrer oder eine Fahrplanänderung bei der Bahn: für Menschen im Autismus-Spektrum ist es häufig schwierig, mit Situationen umzugehen, auf die sie nicht vorbereitet sind. Auch wenn viele mit der Zeit Strategien entwickeln können, besser damit zurechtzukommen, kostet es sie oft viel Zeit und Energie, sich auf Veränderungen einzustellen.
Unser Selbsthilfeverein wird freundlicherweise durch die GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe auf Landesebene gemäß § 20h SGB V von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert. Im Jahr 2025 beträgt die Förderung 55.000 €. Wir danken für die Unterstützung.